Firmengeschichte

Von der Inntalmilch über den Milchhof Innsbruck zur Tirol Milch

Die Geschichte der Milchversorgung in Tirol ist eine Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen.
Nach vielen, wenig von Erfolg gekrönten "Versuchen" Anfang des 20. Jahrhunderts war die Gründung der "Genoßenschaft Milchverband Innsbruck" im Jahr 1935 der wahre Startschuß einer strukturierten Entwicklung der Tiroler Milchversorgung.

1939 kaufte diese noch sehr junge Genoßenschaft die "Städtische Molkerei Innsbruck". Der "Milchhof Innsbruck" war dadurch entstanden, sowie die ersten Grundlagen für eine ordentliche Versorgung des Landes.

1943 erfuhr der "Milchhof Innsbruck" beim ersten Bombenangriff einen Volltreffer, der das Maschinenhaus gänzlich zerstörte und einen Toten forderte. Der Betrieb war lahmgelegt und die Milch mußte lange Zeit in rohem Zustand in Verkehr gesetzt werden. Trotz aller Schwierigkeiten während des Krieges konnte jedoch die Versorgung der Stadt Innsbruck aufrecht erhalten werden.
Nach dem Krieg war die Milchanlieferung stark rückläufig und daher die Aufrechterhaltung der Versorgung der Stadt Innsbruck schwierig.

Ab dem Jahr 1951 konsolidierten sich die Verhältniße wieder. Damals wurde der "Milchhof Seefeld"  gebaut, der in das Eigentum des "Milchhofes Innsbruck" überging. In den weiteren Jahren kam es zu einer starken Steigerung der Milchanlieferung und auch des Absatzes. Die Produktvielfalt nahm ebenfalls zu, sodaß die Produktionßtätte des "Milchhofes" in der Ing.-Etzel-Straße bald zu klein wurde.

Ende der 50er Jahre wurde mit der Planung eines neuen Milchhofes begonnen.

1963 folgte dann der Schritt aus der Enge des Stadtbereiches hinaus in die damals noch offene Weite am Ostrand von Innsbruck in die heutige Roßau. Der moderne und funktionell gut eingerichtete Neubau war Vorbild für viele Molkereibauten im In- und Ausland. Man kam ab von der räumlichen Unterteilung der einzelnen Abteilungen und ging über zum offenen Industriebau, bei dem sich die meisten Arbeitsvorgänge in einer Ebene abspielen.

1969 bis 1973 erfolgte eine wesentliche Ausweitung des Einzugs- und Versorgungsgebietes. Durch das Schließen der Käsereien in Längefeld und ötz kam das gesamte ötztal zum "Milchhof Innsbruck". Weiters wurde die Molkerei Landeck in Zams gekauft, wodurch nahezu das gesamte Gebiet des Bezirkes Landeck dem "Milchhof Innsbruck" angeschloßen wurde. Das Versorgungsgebiet umfaßte folglich den ganzen Bezirk Landeck.

1973 schließlich kam das Gebiet der Lehrmolkerei Imst durch Kauf zum "Milchhof Innsbruck", sodaß auch der gesamte Bezirk Imst Einzugs- und Versorgungsgebiet wurde. Ein Erweiterungsbau im Milchhof erfolgte 1975, in welchem Garagen und eine Autowerkstätte untergebracht waren.

Ein Schlüsselereignis in der weiteren Entwicklung zu einer international konkurrenzfähigen Größenordnung war zweifellos die Fusion des "Milchofes Innsbruck" mit der "Inntalmilch Wörgl" zum Unternehmen Tirol Milch im Jahr 1991. Weitere übernahmen in den neunziger Jahren wie z.B. die Molkerei St. Johann rundeten die Entwicklung zum führenden Tiroler Betrieb auf dem Gebiet der Milchverarbeitung und -vermarktung ab.

2009/2010 war das Jahr der Standortzusammenlegung der Tirol Milch am Standort in Wörgl und seit 2011 ist Tirol Milch als zweitgrößtes Werk ein wichtiger Teil der Berglandmilchgruppe.

Seit Mitte Mai 2014 ist die neue und hochmoderne Käserei in Vollbetrieb und somit die 2. größte Käseproduktionßtätte Österreichs.